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Sarah Bormann in der neuen Interview-Reihe der GBU & WIBF „im Gespräch“

by Fabrizio Alexander Burk

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 Bad Soden – Die amtierende Dreifach-Championesse der WIBF, WBF sowie der GBU, Sarah Bormann (30), sollte in diesem Jahr eigentlich zum ganz großen Schlag ausholen. Dafür war mindestens ein Duell mit der mexikanischen Spitzenboxerin Yesenia Gomez (17-5-3) vorgesehen. Doch aufgrund der weiter grassierenden Corona-Pandemie wurde die gesamte Jahresplanung über Bord geworfen. Und damit ist vorerst auch der Traum vom Gewinn des WBC-Weltmeistergürtels, den Gomez seit September 2018 trägt, geplatzt. Zudem musste Bormann in der vergangenen Zeit auch die Rücknahme von Sponsoring-Zusagen hinnehmen und sich vorübergehend eine neue Arbeit suchen. Nun gibt es erste Lichtblicke und mögliche Optionen für erste (Aufbau)-Kämpfe noch in diesem Jahr.

Sarah Bormann in der neuen Interview-Reihe der GBU & WIBF „im Gespräch“

Corona bestimmt nach wie vor das Geschehen

Auch unsere Championesse im Halbfliegengewicht, Sarah Bormann, musste ihre Aktivitäten aufgrund von Corona ordentlich zurückzufahren. Unter anderem musste ein Nationaler Fight im April gesagt werden. Auch die geplante Titelverteidigung ihrer drei Weltmeistertitel sowie die damit verbundene mögliche Titelvereinigung gegen WBC-Titelträgerin Yesenia Gomez fiel Corona zum Opfer. Bormann hofft trotzdem auf noch zwei Kämpfe im laufenden Jahr.

„Es ist eine schlimme Situation, man ist überall eingeschränkt und die komplette Jahresplanung musste über Bord geworfen werden. Dass es so gekommen ist, hat mich sehr getroffen, denn wir wollten dieses Jahr endlich ganz oben ankommen. Mir tun aber auch die vielen Menschen und Familien leid, die weiterhin um ihre Existenz und Lebensgrundlage fürchten müssen, deshalb darf man nicht nur an sich selbst denken. Die ganze Situation zieht natürlich an der Stimmung und deswegen hoffe ich, dass wir bald zum normalen Tagesablauf zurückkehren können“. Apropos Tagesablauf, auch hier ist die 30-jährige Hessin mehr als eingeschränkt. Neben ihren Lieblingsdisziplinen Schwimmen und Tauchen muss sie auch auf die obligatorische Partnerarbeit, dem Sparring verzichten. „Ich versuche natürlich trotzdem mein Training weiterhin zu verbessern und im Grundlagenbereich kann man immer neue Möglichkeiten finden um sich auszupowern. Ebenso trainiere ich aktuell dafür andere Dinge häufiger, wie z.B Sensomotorik, Cardio oder ich intensiviere die Koordinationsübungen. Zudem kann man auch seit gut vier Wochen wieder in der Halle trainieren, das hat zusätzliche Motivation gegeben und deshalb schaue ich positiv in die Zukunft!“

Gomez verschoben – Keine Angst vor der Konkurrenz!

Aktuell ist Bormann, die unter anderem die Internationalen Schwergewichte Saul „Canelo“ Alvarez und Vasil Lomachenko, sowie die legendäre Regina Halmich als ihre sportlichen Vorbilder nennt, die aktuelle Nummer Eins ihrer Gewichtsklasse. Um diesen Platz zu verteidigen braucht das Halbfliegengewicht hochkarätige Kämpfe, denen Sie auch nicht aus dem Weg geht. „Ob jemand gegen mich antritt oder nicht, darüber mache ich mir keine Gedanken, ich denke aber, dass es noch genug starke Boxerinnen gibt, die gerne gegen mich antreten würden. Ich habe also kein Problem damit auswärts zu boxen, solange die Urteile und Kämpfe fair verlaufen, so wie in Deutschland. Das muss man auch mal anerkennen, bei uns ist es mittlerweile sehr neutral im Vergleich zu den Hochzeiten des Boxens. Obwohl man ganz klare Kämpfe macht, konnte ich in den letzten Jahren vermehrt beobachten, dass man hier dann auch mal enge Urteile bekommt oder man muss sich noch mehr ins Zeug legen. Das halte ich für den richtigen Weg und nur so kann man in der Gunst der Zuschauer steigen. Dass Frauenboxen eine Lobby hat, hat man bei Regina gesehen. Sie hat das Frauenboxen groß gemacht, deshalb ist es mir natürlich eine Ehre, ihren Gürtel zu tragen und ich hoffe, dass ich in ihre Fußstapfen trete. Dafür würde sich natürlich ein Sieg gegen Yesenia Gomez perfekt anbieten!“

Ausblick auf die nähere Zukunft – zwei Kämpfe für ein gutes Gefühl!

Was hat sich die Championesse für die verbleibenden gut fünf Monate noch vorgestellt, um wenigstens noch einen versöhnlichen Abschluss auf die Beine zu stellen. „Es sind erste Gespräche mit Gegnerinnen geführt worden, doch genaues steht noch nicht fest. Für mich stelle ich den Anspruch, noch mindestens einen normalen Kampf zu führen. Alles darüber hinaus wäre ein toller Bonus für mich, vor allem eine mögliche Vereinigungsweltmeisterschaft, denn damit wären wir in der Spitze angekommen! Das sind auch meine Ziele, ich möchte nach Möglichkeit alle meine Duelle siegreich gestalten und die besten meiner Klasse boxen!“

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