Home Boxen allgemein Aus dem Tritt – Wegen Corona müssen sich Gorst & Spomer gedulden!

Aus dem Tritt – Wegen Corona müssen sich Gorst & Spomer gedulden!

by Fabrizio Alexander Burk

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Ein Thema, welches aktuell annähernd mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung betrifft, ist längst in Mitten unserer Gesellschaft angekommen. Es trifft gerade in unserem geliebten Box-Sport die gesamte Bandbreite der Strukturen. Angefangen bei den Sportlern, über die Promoter und Manager bis hin zu den Zuschauern und Fans. Jeder hier in Deutschland ist von der Thematik des COVID-19 direkt oder indirekt betroffen. Auch wir als Team Holefeld sowie unsere beiden Vorzeigeathleten Slawa Spomer und Roman Gorst sind davon nicht verschont geblieben. Beide wurden somit mehr oder weniger sportlich ausgeknockt. Die Vorbereitungskämpfe in Donauwörth wurden gecancelt und mittlerweile wurde auch bekannt, dass die geplante deutsche Meisterschaft in Pocking im Mai nicht stattfinden kann, sondern verschoben werden muss. Darüber hinaus ist auch der geplante Auslandsauftritt von Spomer im Sommer diesen Jahres vorerst hinfällig. Beide Sportler können daher im Moment nur auf einige wenige Kondition und Grundlagen-Einheiten zurückgreifen. Somit ist die Situation für alle mehr oder weniger ernüchternd. Wir haben uns deshalb mit den Sportlern unterhalten und lesen, was sie zur aktuellen Thematik zu berichten haben.

Zu aller erst: Wie sieht aktuell euer Programm aus?
Roman Gorst:
Ich halte mich aktuell fit, konditionsmäßig habe ich mich noch einmal richtig ins Zeug gelegt, gehe viel laufen und lege so die Latte hoch.
Zu Hause können viele momentan nichts machen und das Gym ist auch geschlossen. Für mich kann ich zumindest etwas Krafttraining einbauen und so weiter an mir arbeiten.

Slawa Spomer: Bei mir sieht es ähnlich aus, ich gehe viel im Wald laufen, mache Schattenboxen bei uns im Garten, man lernt zu improvisieren. Deshalb ist auch jeder momentan in einer besonderen Situation und jeder muss sich irgendwie neu entdecken. Gerade die Basics sind in dieser Situation mehr als gefordert.

Die Meinung zur Corona-Krise
Roman Gorst: Es ist keine einfach Situation, das steht außer Frage und jeder ist gefordert hier mitzuwirken und Vorbild zu sein. Man muss eben das Beste daraus machen, aber ungewohnt ist die Situation allemal und vor allem ernst, das muss man begreifen. Wir können nur gemeinsam an der Situation etwas ändern und wir sind unseren Eltern und Großeltern gegenüber verpflichtet. Ich finde bei Gott in allem Kraft, er hat einen Plan und deshalb vertraue ich darauf, dass alles so kommt wie sein soll.

Slawa Spomer: Es ist eine bescheidene Situation, die uns alle betrifft. Jeder sollte sich hier im eigenen Ego ein bisschen zurücknehmen und vor allem sind wir gut beraten, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir müssen einfach schauen, dass so wenig Personen wie möglich zu Schaden kommen und wir als Gesellschaft an dieser Situation wachsen.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise
Roman Gorst: Das wir Pocking verschieben mussten ist natürlich für alle beteiligten Fans, Zuschauer, Sponsoren und die Organisatoren mehr als ärgerlich. Aber die Richtlinien waren klar und wir wollen das alle genießen, das wäre nicht möglich gewesen. Die Stadt steht in allem hinter mir, ich erfahre große Unterstützung und Pocking will die Veranstaltung. Wir sind motiviert und können es alle kaum erwarten, wenn wir vom Land wieder grünes Licht bekommen und dann bin ich mir sicher, dass wir eine tolle Veranstaltung sehen werden.

Slawa Spomer:
Durch die Auswirkungen der Krise ist natürlich an geregeltes Training nicht zu denken, ich habe dadurch keinen Trainer und Intensiv-Training ist somit nicht möglich. Die lange Pause muss man jetzt eben einkalkulieren, der Zeitpunkt ist halt nicht der beste. Aber ein Virus sucht sich den Zeitpunkt auch nicht aus und solche Situationen sind immer unangenehm. Deshalb würde ich nicht davon sprechen ausgebremst worden zu sein. Zumal jede Trainingseinheit auch förderlich sein kann und nicht umsonst ist. Ich halte das für nicht so relevant, ich bin immer noch dabei und wenn sich die Prioritäten wieder verschieben, liegt der Fokus eben etwas auf anderen Dingen die man zuvor nicht so intensiv trainieren konnte. Der richtige Mittelweg wird entscheidend sein, irgendwo kann das auch eine Chance sein. Wenn sich die Situation wieder ändert, werden wir alle mit Sicherheit noch fokussierter zurück ans Gewerk gehen!

Team Holefeld blickt in die Zukunft
Für die Zukunft hat auch Promoter Thomas Holefeld noch einige Worte gefunden, er sagte: „Selbstverständlich ist es eine unangenehme Situation, die unser aller Aufmerksamkeit benötigt, damit wir geordnet wieder in die normalen Strukturen zurückkehren können.
Für meine Jungs ärgert es mich sehr, da geplante Kämpfe nicht stattfinden können und somit auch die Börsen wegbrechen. Zudem macht die wirtschaftliche Situation vieles nicht gerade einfacher.
Sponsoren beenden die Zusammenarbeit und irgendwann endet man vielleicht im schlimmsten Fall in Existenznot. Auch die Planung für das laufende Jahr ist komplett hinfällig, darauf muss man reagieren und sich Freiräume schaffen, das ist unsere Aufgabe. Wir können nur beten, dass unser geliebter Boxsport einigermaßen unbeschadet den Ring, nach dem Ende des Virus, verlassen wird. Dafür kämpfen wir als Holefeld-Boxpromotion!

Text: Team Holefeld

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